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24.03.2026

KSBL erlaubt als erstes Spital in der Schweiz das Trinken bis unmittelbar vor der Operation

Zuweisende
Patientinnen und Patienten am KSBL dürfen ab sofort bis unmittelbar vor ihrer Operation klare Flüssigkeiten trinken. Nach aktuellem Kenntnisstand ist das KSBL damit schweizweit das erste Spital, das diese international empfohlene Regelung in dieser Form umsetzt. Das neue präoperative Nüchternheitskonzept gilt seit Februar und verbessert das Wohlbefinden vor dem Eingriff und potentiell das postoperative Outcome.
KSBL erlaubt als erstes Spital in der Schweiz das Trinken bis unmittelbar vor der Operation

Wer auf eine Operation wartet, kennt das unangenehme Gefühl: stundenlanger Durst, Trockenheit im Mund, das Warten auf einen Eingriff mit leerem Magen und ohne jeden Tropfen Wasser. Das muss am KSBL nicht mehr so sein. 

Seit Februar gilt am KSBL ein neues Konzept zur präoperativen Flüssigkeitskarenz. Es betrifft alle geplanten Operationen sowie dringliche Eingriffe, die nicht umgehend durchgeführt werden müssen.

Was ändert sich konkret?

Das KSBL unterscheidet neu konsequent zwischen Nahrungskarenz und Flüssigkeitskarenz. Die Regeln zum Essen bleiben unverändert: nüchtern ab Mitternacht, mindestens sechs Stunden vor dem Eingriff. Beim Trinken hingegen gilt neu: Klare Flüssigkeiten sind bis unmittelbar vor der Operation erlaubt. Dazu gehören Wasser, Tee, Kaffee (auch mit wenig Milch), kohlensäurehaltige Süssgetränke, Saft ohne Fruchtfleisch sowie Getränke mit Honig oder Zucker.

Gut für Patientinnen und Patienten, gut für den Heilungsverlauf

Ausreichend Flüssigkeit vor einer Operation wirkt sich positiv auf den Kreislauf aus und kann das Risiko für Blutdruckabfälle, postoperative Übelkeit und Verwirrtheit senken. Studien weisen zudem auf einen schützenden Effekt auf die Hirnfunktion hin. Und nicht zuletzt: Wer nicht unter Durst leidet, geht entspannter in den Eingriff.

Prof. Dr. P.H. Dr. med. Martin Bauer, Mitglied der Geschäftsleitung und Chefarzt Anästhesie und Intensivmedizin am KSBL, bringt es auf den Punkt: «Seit 1946 gelten sehr strenge Regeln zur Flüssigkeitskarenz vor Operationen. Die heutige Evidenz zeigt: Wir können sicher und gleichzeitig patientenfreundlicher handeln. Eine kleine Veränderung mit grossem Nutzen für unsere Patientinnen und Patienten.»

Evidenzbasiert und international anerkannt

Das neue Konzept basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Eine internationale Konsensus-Stellungnahme empfiehlt die Einführung entsprechender Regelungen ausdrücklich. In Deutschland setzt unter anderem die Klinikgruppe Helios diesen Ansatz bereits um. Das KSBL geht diesen Schritt konsequent und stärkt damit seine patientenorientierte, evidenzbasierte Versorgung.
 

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