Ein neues Kapitel in der medizinischen Ausbildung: KSBL nimmt europaweit ersten EndoCubot-Simulator in Betrieb
Der EndoCubot adressiert zentrale Herausforderungen in der endoskopischen Ausbildung. Während laparoskopische Simulatoren bereits seit Jahren etabliert sind, hinkte die Ausbildung in der interventionellen Endoskopie bislang hinterher. Die Lernkurve für komplexe Eingriffe wie die Endoskopische Submukosadissektion (ESD) ist steil, und die Trainingsmöglichkeiten an Tiermodellen sind aus ethischen und logistischen Gründen stark begrenzt. Der EndoCubot eignet sich sowohl für die realistische Grundausbildung als auch für das Erlernen fortgeschrittener Resektionsmethoden. Insbesondere die Schulung von Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten wird durch den Einsatz des Systems wesentlich verbessert.
Realismus durch modernste Technologie
Das Besondere am EndoCubot ist die Verwendung von Original-Instrumenten. Für das Simulator-Training werden die täglichen Arbeitsgeräten verwendet – einschliesslich Kauterisierungsgeräten.
Die Simulation überzeugt durch ihre realitätsnahe Darstellung und vielseitigen Trainingsmöglichkeiten. Ein zentrales Merkmal ist das haptische Feedback, das beim Führen des Endoskops ein täuschend echtes Widerstandsgefühl vermittelt. Darüber hinaus bildet das System physiologische Vorgänge wie Atembewegungen und unvorhersehbare Reaktionen – etwa Würgereize oder Niesen – präzise nach. Interaktive Funktionen ermöglichen es, wie im realen Patientenkörper auf Inflation und Deflation von Luft zu reagieren. Dank ihrer Vielseitigkeit deckt die Simulation ein breites Spektrum ab – von grundlegenden Untersuchungen bis hin zu fortgeschrittenen Resektionstechniken in unterschiedlichen anatomischen Regionen.
Ein klares Signal für Qualität und Innovation
Mit der Einführung des EndoCubot unterstreicht die Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie des KSBL ihr Engagement für innovative Ausbildungsmethoden und stärkt ihre Position als überregionales Zentrum für Endoskopie und endoskopische Therapie.
«Die Investition in den EndoCubot ist ein Bekenntnis zu höchster Patientensicherheit und modernsten Ausbildungsmethoden», freut sich Prof. Dr. med. Emanuel Burri, Chefarzt Gastroenterologie & Hepatologie des KSBL, assoz. Universitäres Zentrum Innere Medizin und stellvertretender Leiter Darmkrebszentrum. «Wir verkürzen die Lernkurve und bieten ein Trainingsumfeld, das dem klinischen Alltag in nichts nachsteht. Durch die Förderung innovativer Lehrmethoden positioniert sich das KSBL als attraktiver Standort für medizinische Talente und garantiert höchste Behandlungsqualität.»
Über Endorobotics
Endorobotics ist ein führender Entwickler von robotischen Lösungen und Simulatoren für die Endoskopie. Details zum Gerät: www.endorobo.com
Video: www.youtube.com/watch