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09.09.2026

Zuhause gesund werden

Zuweisende
Genesung beginnt oft dort, wo man sich am wohlsten fühlt. Mit dem Versorgungskonzept «Spital zuhause» ermöglicht das Kantonsspital Baselland eine Akutversorgung auf Spitalniveau – in vertrauter Umgebung.

Das Spital kommt nach Hause. Was vor wenigen Jahren noch aussergewöhnlich war, ist heute für ausgewählte Patientinnen und Patienten eine sichere Alternative zum stationären Aufenthalt. Unter den richtigen medizinischen Voraussetzungen kann eine akute hospitalisationspflichtige Erkrankung zuhause oder in einem Alters- und Pflegeheim behandelt werden – mit derselben Qualität und Sicherheit wie im Spital.

Jetzt auch im Leimental
Mit «Spital zuhause» bietet das Kantonsspital Baselland (KSBL) dieses Versorgungskonzept seit 2025 im Laufental an. Ab September 2026 wird das Angebot auf das Leimental ausgeweitet. Damit erhalten auch Patientinnen und Patienten in Allschwil, Biel-Benken, Binningen, Bottmingen, Burg im Leimental, Ettingen, Oberwil, Schönenbuch und Therwil Zugang zu dieser wohnortsnahen Akutversorgung.

Ein interprofessionelles Team des KSBL betreut die Patientinnen und Patienten in ihrer vertrauten Umgebung und trägt während der gesamten Behandlung die medizinische Verantwortung. Bei Bedarf ergänzt telemedizinische Überwachung die persönliche Betreuung. Entscheidend für den Erfolg ist die enge Zusammenarbeit von KSBL, Hausärztinnen und Hausärzten, Spitex, Alters- und Pflegeheimen sowie den Patientinnen und Patienten selbst.

 

Die vier Pfeiler des Versorgungskonzepts «Spital zuhause»:  

Christian Saladino, Leiter Betreuung, Pflege und Aktivierung am Alterszentrum Am Bachgraben

Alters- und Pflegeheime: Gemeinsam Verantwortung tragen

Für Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen bedeutet «Spital zuhause», dass sie auch bei einer akuten Erkrankung in ihrer vertrauten Umgebung und im gewohnten Tagesrhythmus bleiben können.

«Mit Spital zuhause tragen wir gemeinsam Verantwortung für Menschen in einer akuten Erkrankungssituation. Die enge Abstimmung mit dem Behandlungsteam des KSBL macht akutmedizinische Versorgung in der vertrauten Umgebung möglich.»

Euryanthe Sprachta, Leiterin Pflege «Spital zuhause» KSBL

Pflegefachpersonen: Nah am Menschen

Wer Patientinnen und Patienten zuhause betreut, erlebt ihren Alltag unmittelbar. Das ermöglicht eine individuelle Begleitung und stärkt die persönliche Beziehung. Gleichzeitig arbeiten Pflegefachpersonen sowie Ärztinnen und Ärzte als eingespieltes Team eng zusammen und gewährleisten eine Behandlung auf Spitalniveau. 

«Bei einer akuten Erkrankung können wir Ressourcen aus dem häuslichen Umfeld sehr gut zur Gesundheitsförderung und Erhaltung der Autonomie nutzen, was Stürze, Infektionen und Verwirrungszustände, die bei einem Spitalaufenthalt vermehrt auftreten können, reduziert.»

Martin Ambühl, Leitung Pflege SPITEX Laufental

Spitex: Ein wichtiger Teil des Ver sorgungsnetzes

Die Spitex kennt die Menschen in ihrem häuslichen Umfeld und ergänzt das Behandlungsteam des KSBL mit ihrer Erfahrung. Der enge Austausch ermöglicht eine koordinierte Betreuung aus einer Hand.

«Spital zuhause funktioniert dann besonders gut, wenn alle Beteiligten ihre Stärken einbringen und auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Klare Zuständigkeiten und ein enger Austausch schaffen Vertrauen und kommen letztlich den Patientinnen und Patienten zugute.» 

Mireille Küng-Bloch aus Roggenburg hat sich für das Angebot «Spital zuhause» entschieden.

Patientinnen und Patienten: Zuhause gesund werden

Für viele Menschen ist das vertraute Umfeld ein wichtiger Faktor für die Genesung. Sie können ihren Alltag beibehalten, Angehörige einfacher einbeziehen und wissen, dass das Behandlungsteam des KSBL rund um die Uhr erreichbar ist.

«Ich konnte meine Lungenentzündung zuhause auskurieren. Jeden Tag kamen Ärzte und Pflegefachpersonen vorbei und kümmerten sich um mich. Für mich war das ein echter Glücksfall. Ich fühlte mich zuhause bestens aufgehoben – fast wie eine Erstklasspatientin.»


Dieser Beitrag ist im September 2026 im Magazin Regio aktuell erschienen.

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